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Ein Berufswechsel wird immer wahrscheinlicher, je länger die Ausbildung des Ursprungsberufes zurück liegt. Das hat jedenfalls eine Studie aus Österreich ergeben. Da gibt es bei vielen Arbeitnehmern augenscheinlich irgendwann die große Ernüchterung, nach dem die erste Euphorie während und kurz nach der Ausbildung verflogen ist. Dabei haben sich die meisten sicher zu Recht für den erlernten Beruf entschieden. Wer gern mit Menschen zu tun hat, ist im Einzelhandel, der Gastronomie oder auch in der Hotelbranche gut aufgehoben. Ein modernes Kassensystem im Betrieb kann viele Arbeitsschritte erleichtern, was zusätzlich motiviert. Natürlich sind die Arbeitszeiten nicht immer beliebt. Aber wer sich für einen Beruf in diesen Bereichen entscheidet, wird der Arbeitszeit wegen sicher gründlich nachgedacht und sich damit arrangiert haben. Denn es gibt noch viele andere und wichtigere Argumente, um sich für oder gegen einen Beruf zu entscheiden. Dabei ist nicht zu verachten, dass moderne Kassen, Kassensysteme und Netzwerkkassen durchaus dazu beitragen, dass ein Beruf heute nicht mehr so anstrengend ist wie noch vor einigen Jahren. Denn die Kassensoftware eines Kassensystems kann nicht nur Verkäufe erfassen und aufrechnen. Die Arbeitszeiterfassung, die Urlaubsplanung und auch die Dienstplanung für die Mitarbeiter kann mit Kassensystemen geführt werden. Wer sich mit Leidenschaft für einen Beruf entscheidet und eine Ausbildung beginnt, wird sicher auch mit Freude den Beruf ausüben. Aber gelegentlich trifft es eben doch so manchen Arbeitnehmer, dass er oder sie aus verschiedenen Gründen den Beruf wechselt. Berufsfremde Tätigkeiten werden dann irgendwann plötzlich oder schleichend interessanter. Berufswechsler sind auch häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen. Und auch Frauen, die nach einer Familienzeit wieder ins Berufsleben zurück wollen, ergreifen oft einen anderen als den erlernten Beruf. Da sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten unsere Gesellschaft verändert hat stellt sich die Frage, ob das duale Ausbildungssystem hierzulande noch so gut ist. Sollte da das Ausbildungssystem nicht auch eine Veränderung und Anpassung erfahren? Vorstellbar wäre ein Ausbildungsverbund zwischen mehreren Berufsbildern und –zweigen. Branchen- und betriebsübergreifend könnte beispielsweise der Ausbildungsteil in der Berufsschule erneuert werden. Denn viele Berufe haben so einige theoretisch zu vermittelnde Kenntnisse gemeinsam. Da wäre die hygienische Ausbildung, die Mitarbeiter in der Gastronomie ebenso betrifft, wie im Lebensmitteleinzelhandel und auch in Hotelbetrieben. Der Umgang mit Kassen, Registrierkassen und Kassensystemen ist ebenfalls branchen-übergreifend nötig, und so könnte auch hier ein gemeinsamer Bildungsgang stattfinden. Denn es ist für jeden Auszubildenden wie Mitarbeiter sicher sehr interessant, die Nutzung einer Kasse mit fremder Kassensoftware kennenzulernen. Auch ein wechselseitiger Austausch der Auszubildenden zwischen mehreren Betrieben kann durchaus sinnvoll sein. Denn so lernen die jungen Leute noch während der Ausbildung andere Betriebe und deren Gewohnheiten kennen, und jeder Betrieb kann seine Lehrlinge auch in Bereichen ausbilden, die hier nicht zur Ausbildung bereitstehen. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind wertvolles Kapital. Da sollte dann auch eine gerechte Entlohnung erfolgen, was wiederum dazu führen kann, dass eben doch nicht so viele Mitarbeiter den Beruf wechseln.

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